Es ist der 03. Oktober, ein nationaler und denkwürdiger Feiertag, der eigentlich zum Ausruhen einlädt. Doch den Zwiebellauf in Borna sollte sich kein Läufer entgehen lassen, auch wenn hier der Kampf um den Sieg bedeutungslos bleibt.
Gelaufen wird alljährlich im Rudolf-Harbig-Stadion und pro absolvierter Runde wird der Läufer mit einer Zwiebel belohnt – gesponsert von den Stadtwerken. Ein Lohn, der sicherlich nicht jedem Läufer zusagt und der vielleicht auf Grund der folgenden Gas-Entwicklung im Sinne der Umwelt als bedenklich gilt. Dafür bietet die Veranstaltung jedoch jede Menge Spaß und vor allem Kinder kommen auf ihre Kosten.
Es handelt es sich um einen klassischen Stundenlauf mit Musik. Das heißt, dass die Läufer so viele Runden absolvieren können, wie sie möchten. Als Zeitfenster steht insgesamt eine Stunde – von 10 bis 11 Uhr – zur Verfügung. Über 1.400 Läufer jeden Alters nutzten das schöne Wetter am heutigen Montag, was jedoch eine Stadion-Runde mit 400 Metern Länge auch an ihre Grenzen bringt. Als ich in der ersten Runde bereits in die zweite Kurve zum Ziel bog, standen dort noch die letzten Starter.
Danach wurde es dicht im Feld und leider hat sich manch Läufer auch in der Richtung getäuscht. Vor allem auf die Kinder musste aufgepasst werden, denn die kreuzen gerne mal die Bahn oder bleiben urplötzlich stehen. Für schnelle Runden reicht der Platz also keinesfalls, doch die eigene Koordination und Reaktion kann damit gut trainiert werden. Ich habe die Gelegenheit genutzt und gleich mal die Rundenfunktion meiner Garmin 405 getestet, die automatisch anhand des Startpunktes die Runden ermittelt. Hat soweit ganz ordentlich funktioniert, wie der GPS-Track zeigt.
Am Ende hat es nur für 31 Runden bzw. 13 Kilometern gereicht. Auf Grund der Vielzahl der Läufer konnte nur selten auf der Innenbahn gelaufen werden, weshalb die durchschnittliche Rundenlänge deutlich über 400 Metern liegt.